Vanessa Paschakarnis ist eine deutsch-kanadische Bildhauerin mit
einem Diplom der Freien Kunst, Bildhauerei von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie einem Masters of Fine and Media Art von der
NSCAD Universität in Halifax, Nova Scotia, Kanada.
Ihre Arbeiten, Skulptur und Zeichnung, stellt Vanessa in Kanada, den
USA und Europa aus. Ihre Einzelausstellung “Beasts and Burdens” ist
bis Ende April 2010 in der Galerie Samuel Lallouz in Montreal, Kanada
zu sehen. Die letzten Einzelausstellungen waren “Domesticated Beasts”
in Toronto, Kanada; “Vanessa Paschakarnis” im Frederik Meijer
Sculpture Park in Grand Rapids, Michigan, USA und “ForeShadowing” in
Dallas, TX USA.
Ihre Arbeiten wurden u.a. im Sommer 2008 in der Gruppenausstellung
der Marlborough Chelsea Gallery in New York City gezeigt und in der
Skulpturenbiennale “Blickachsen 7” in Bad Homburg, Deutschland. Für
Ihre Arbeiten in dieser Ausstellung erhielt Vanessa den Förderpreis
des Rotary Club Bad Homburg Schloss.
Vanessa Paschakarnis lehrte Bildhauerei an der NSCAD Universität in Nova Scotia, Canada und erhielt einen Lehrauftrag der Universität von Georgia, in Athens, USA für das Sommersemester 2002 an deren Außenstelle in Cortona, Italien. Sie lehrte als Professorin für Bildhauerei von 2004 bis 2007 an der Meadows School of the Arts in Dallas, TX USA. Vanessa organisierte das erste “Atlantic Stone Carving Symposium”, das mit großem Erfolg im September 2005 in Inverness, Kanada, stattfand.
Paschakarnis hat Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen, u.a. der Art Gallery of Nova Scotia, der Kunstsammlung des Auswärtigen Amtes der Kanadischen Regierung und des Scotia Festival of Music. Paschakarnis hat ihr Atelier in West Dublin, Nova Scotia, Kanada und sie verbringt regelmäßig längere Arbeitsaufenthalte in einem Atelier in der Nähe von Pietrasanta in Italien, wo sie an großformatigen Skulpturen arbeitet.
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In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem „Ding“ als konzeptuelles Gegenüber. Ich schaffe Objekte in Serien, die ich u. a. „Schatten“, „Schilde“, „Glocken“, „Bestien“, „Gehörnte Wesen“ oder „Wächter“ nenne und mit denen ich versuche auf Phänomene Bezug zu nehmen, die sich im Umfeld des Menschen ereignen.
Meine Formen scheinen vertraut, bleiben aber fremd.
Durch die viszerale Oberfläche meiner Skulpturen und die Anlehnung der Formen an uns Bekanntes, wie z.B. die Andeutung einer Skelettform oder die Erscheinung einer Muskelform, aber auch durch die oft intensive oder auch überraschende Farbwahl, versuche ich eine Begegnung körperlich aufzuladen. Die Skulptur wird zum „Anderen“ als gleichwertiges Objekt mit uns im Raum.
Die Oberflächen und die Gestalt meiner Skulpturen sind sehr spezifisch und gewollt – sie provozieren die Hinterfragung dessen, was sie sind oder darzustellen versuchen und woher sie kommen.
Meine Arbeiten sind generell im Maßstab unseres Körpers bemessen, denn ich möchte dem Betrachter im realen Raum begegnen. Ich möchte, dass er/sie mit den Knien schaut, mit den Ellbogen riecht, mit den Augen tastet – die Sinne überschreitend, um sich dem Unbekannten zu öffnen, das so selbstverständlich den Raum mit uns teilt, aber nie wirkt, als würde es dazugehören.
Skulptur eröffnet eine Erfahrung und ich möchte den Betrachter in eine Raumsituation versetzen, die die Feinabstimmung seiner/ihrer Wahrnehmung schärft, – um zu differenzieren oder zu verbinden – Materie – das Animalische – das Humane.
Meine Arbeit ist vor allem ehrlich und seelenvoll und zugleich eine optimistische Bestätigung unseres Daseins als lebende Kreaturen – in Reaktion zum Erlebten – ganz im Leben – als Teil der Welt.
Vanessa Paschakarnis
West Dublin, Nova Scotia
März 2010
März 2010 – Copyright Vanessa Paschakarnis