White Shield und Shadow, 1998-1999 spielt mit dem Widerhall des Menschlichen in Beziehung zu Natürlichem. Das "White Shield" wird hier in Verbindung mit einer zweiten, auf dem Boden ruhenden, Arbeit gezeigt. Dieses zweite Element ist eine amorphe Form, die ungefähr die Größe einer Person hat (180 cm x 50 cm im Durchmesser). Es ist rund und relativ flach am Boden, beide Enden laufen zu einer runden Spitze zusammen. Diese amorphe Form zeigt ihre Wesenhaftigkeit nicht durch eine lesbare Bildsprache, sie arbeitet mit einer Ähnlichkeit.
Die Form ist in Gips über einem Drahtgestell gearbeitet. Unter der weißen Oberfläche ist eine mit rotem Pigment gefärbte Schicht, die teilweise freigelegt ist. Die Oberfläche ist straff, dabei aber wegen der noch sichtbaren Bearbeitungsspuren grob strukturiert.
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Schild: italienischer Marmor, Stahlständer, 1,05 cm x 1,30 m x 0,25 m
Schatten: Gips über Drahtgestell, Eisenoxid (Pigment), 1,93 m x 0,43 m x 0,35 m
White Shadows: 2 Elemente, italienischer Marmor
Stein 1: 1,08 m x 0,41 m x 0,57 m; Stein 2: 1,04 m x 0,51 m x 0,41 m
The Shields for a Human: 2 Elements, Gips über Drahtgestell, Graphit, Eisenoxid (Pigment)
E lement 1: 2,40 m x 1,00 m x 0,23 m; Element 2: 2,20 m x 1,00 m x 0,38 m
White Shadows, 1999, ist die zweite Arbeit in der Galerie. Sie besteht aus zwei Formen, die aus weißem, italienischem Marmor gearbeitet sind. Die reich geäderte Oberfläche ist voll von Spuren, hinterlassene Muster von Werkzeugen auf Stein. Die Arbeiten sind amorphe Formen, die wage an Tiergestalten wie Vögel oder Fische erinnern, könnten aber auch für eine andere Bestimmung einstehen. Sie lassen den Betrachter im Zweifel darüber, was sie sind, jedoch mehr noch darüber, wo sie hingehören (wie Vögel, deren Flügel man stutzt oder Fische, die man aus dem Wasser nimmt). Sie ruhen so auf dem Boden der Galerie, dass man sich bewusst wird, dass sie dort nicht hingehören, nicht zu Hause sind. Sie scheinen von irgendwoher genommen, um auch wieder zu einem anderen Ort zu gehören. Trotzdem sie schwere Klötze sind, undurchsichtig in ihrer Form, sind sie nicht stabil oder gefestigt. Sie erscheinen beweglich und nur in einem Moment des Gleichgewichts.
Die Dualität des Wesens des Schattens (wie auch in "Five Shadows", 1996) ist hier in weißem, stark geäderten Stein beschrieben.
The Shields for a Human, 1999, sind kaum größer als eine Person, wirken jedoch so, da sie sich flach über den Boden erstrecken. Sie sind aus Gips über Draht gearbeitet und bedeckt mit Eisenoxid (Pigment) und Graphit. Ihre Oberfläche ist sehr dunkel und mit groben Spuren versehen. Sie sind flach wie Schilde und benutzen eine reduzierte Formensprache, scheinen gemacht für ein passendes, nicht vorhandenes Gegenstück, das sie bedecken würden. Ihre Gegenwart im Raum macht sie zu „Dingen“, die jede dieser Funktionen zurückweisen. Ungefähr 230 cm lang und über 100 cm breit, würden sie einer Person leicht erlauben, Schutz zu suchen.
Als Objekte laden sie uns allerdings nicht dazu ein, sie zu bewegen, um unter ihnen genug Platz zu finden. Sie schließen jede Bestimmung dessen aus, woraus sie gemacht sind und wie schwer sie sind. Ganz wie die "white shadows" scheinen sie nicht bodenständig oder verwachsen. Trotz ihrer Größe scheinen sie von irgendwo entnommen und nicht hierher gehörend.
Die "Shields for a Human" ziehen die Aufmerksamkeit auf den Moment der Erfahrung, den Moment einer Begegnung, der individuell lesbar ist und so in einen Kontext gesetzt werden kann. Die Begegnung findet statt zwischen uns – als kulturelle Wesen – und diesen "Dingen" als eigenständige Form.
Juni 2007 – Copyright Vanessa Paschakarnis