Ten Black Forms, 1998. Man neigt dazu, sie zunächst als dunkel, düster oder unheimlich zu betrachten. Aber nein, sie sind glühend, lebendig, aufmunternd, indem sie unserer Wahrnehmung einen leichten Stoß versetzen.
Die Gestalt der "Ten Black Forms" bezieht sich auf leere Krebsschalen, jedoch besitzen sie einen ganz individuellen Charakter. Die Größe, ihre Oberfläche, ihre Struktur, die Farbe – ein metallisches Schwarz und bestimmte Details der Dynamik der Form geben ihnen eine Erscheinung, die jenseits einer bestimmbaren bildlichen Referenz liegen. Die Formen bedecken Teile des Bodens und bewohnen den begehbaren Raum des Betrachters. Sie bauen eine Spannung in dem Raum der Galerie auf, der den Betrachter davon abhält, nur beiläufig vorbei zu schlendern. Die Arbeiten beziehen sich buchstäblich auf unser Durchschreiten der Fläche, die sie einnehmen.
Die plastische Qualität der Masse und Dichte der Objekte ist ebenso wichtig wie ihre Dynamik in der Umschließung von Raum und Licht. Sie teilen den Raum in ein "oberhalb" und "unterhalb", lassen dies aber soweit offen, dass sie den Betrachter mit einschließen.
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Acadia University Art Gallery, Wolfville, Nova Scotia Kanada
Ten Black Forms: 10 Elemente, Gips, Draht, Graphitpuder;
je ca. 80 cm x 60 cm x 30 cm
Portraits, 1999: Serie aus 4 Zeichnungen; Graphit auf Papier; je ca. 75 x 190 cm
Die "Ten Black Forms" benutzen eine Bildsprache, die sich auf ein individuelles Erfahren bezieht. Die mit diesen Formen verbundenen Assoziationen eröffnen die Möglichkeit für ein Bestimmen formaler Verwandschaften. Sie bleiben jedoch ohne klare Definition, um die Wichtigeit dieses aktiven Momentes der Erfahrung und Assoziation zu betonen.
Genau wie bei "Corporeal" ist die Größe und Form der Arbeiten für die Begegnung mit dem Menschen, dem Betrachter gewählt. Sie haben die Eigenschaften einer Muschel, einer Schutzhülle, ein Unterschlupf, der etwas beschützen könnte. Sie geben körperhafte Formen wieder – seien es menschliche oder tierische. Sie sind sehr körperlich als Dinge, die sich unserer Gegenwart während einer Begegnung wiedersetzen. Ich mag besonders, dass sie uns dazu verleiten unseren eigenen Körper zu fühlen, sie machen uns auf unsere Füße aufmerksam, auf das Laufen durch den Raum, und sie veranlassen, dass wir unweigerlich unsere Muskeln und Knochen im Rücken bewegen, dass wir uns fühlen, während wir sie genau betrachten.
Portraits, 1999. Neue Zeichnungen entstehen. Ich arbeite mit Papier in einem Format, das der Größe einer Person entspricht. (75 cm x 180 cm). Die Zeichnungen zeigen eine kopfähnliche flächige Form, die in der Höhe des Kopfes mit einem dicken Bleistift gezeichnet wurden.
Die Zeichnung ist nur eine Lage von Graphitschraffuren, allerdings so dick und dicht gesetzt, dass sie wie eine bleierne Oberfläche erscheint. Die Schraffuren des Graphitstiftes bleiben dabei sichtbar. » mehr
» Rezension "Ten Black Forms" von Cliff Eyland
» Rezension "Opening remarks, Ten Black Forms" von John Greer
[jeweils in englischer Sprache]
Juni 2007 – Copyright Vanessa Paschakarnis