Durch ein Medium hindurch zu waten, ist mit dem Ueberwinden eines bestimmten Widerstandes verbunden. Es ist verbunden mit der Besinnung auf das Gehen an sich, verknuepft mit einer Schwierigkeit und Anstrengung während der Bewegung. Etwas "durchwaten" bedeutet im Allgemeinen, dass man durch eine Schicht hindurchläuft, die meist mit etwas Feuchtem, Nassem oder Schlammigem in Beziehung gesetzt wird.
Die zwei übergroßen kieselsteinähnlichen Fromen dieser Arbeit sind durch eine Linie auffällig markiert, die auf eine Ebene hinweist, welche die Füße des Betrachters bis über den Knöchel bedecken würde.
[Bewegen Sie den Mauszeiger über die Diashow, um diese zu stoppen. Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern]
Italienischer Marmor, zweiteilig; Stein I 72 cm x 61 cm x 29,5 cm; Stein II 112 cm x 35,5 cm x 28 cm
In der Annäherung an die Arbeit bewegt man sich um die Objekte herum, immer in Richtung der am weitesten geöffneten Fläche der Volumen der Steine, die sich in einer Entfernung von ca. 2,5 m gegenüberliegen.
Aus der Entfernung erscheinen die Steine weich und wattig, wenn man ihnen aber näher kommt, erkennt man ihre mit Kratzern und Schrammen bedeckte Oberfläche. Ganze Stücke scheinen an den Ecken weggerissen zu sein, scheinen ausgewaschen mit dem Fluss der Zeit. Die Objekte erinnern an vertraute Kieselsteine, aber in dieser Größe, die sie zwischen Objekt und Material setzt, könnten sie wie Knochen oder Holz oder Stein sein.
Wichtig ist die Bewegung während der Annäherung. Die Objekte formen ein "Innen", einen Raum, der vom Betrachter betreten werden kann. Sobald man sich innerhalb des Werkes wahrnimmt, wird man dazu angehalten, sich als drittes Element zu erkennen, einbezogen in einen offenen Dialog. Man ist dazu verleitet, seinen Schritt zu verlangsamen um bewusst durch einen definierten Raum zu waten.
» vgl. "Tying Line"
Juni 2007 – Copyright Vanessa Paschakarnis